Wenn Bilder lebendig werden

Gibt es Kinder, die nicht gerne vorgelesen bekommen? Wohl kaum. So wird es manchmal ganz schön eng in den Kuschelecken der einzelnen Gruppen, wenn die Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam mit den Kitakindern Bücher anschauen und vorlesen. Da kann es schonmal vorkommen, dass nicht alle genug sehen, dass der eine oder die andere ein bisschen drängelt oder schubst. Wie gut, wenn die Buchseiten dann plötzlich gaaanz groß zu sehen sind…

Selbst diejenigen, die sonst etwas wilder durch den Flur fegen und gerne mal dazwischenquasseln, saßen beim diesjährigen Oster-Bilderbuchkino still und fasziniert auf den Matten in der Turnhalle. Der Blick ihrer leuchtenden Augen war auf die Wand geheftet, an die per Beamer die Abbildungen aus den Osterbilderbüchern projeziert wurden. Je zwei Geschichten bekamen die Kinder der Sternschnuppen-, Mond- und Sonnengruppe vorgelesen: „Herr Hase und der ungebetene Gast“ sowie „Hier kommt Polly Osterkuh“.

Aber nicht nur die Größe der Bücher hatte sich verändert, die Bilder und Geschichten wurden auch plötzlich noch lebendiger, als sie das schon beim bloßen Vorlesen werden. So schaukelte Herr Hase tatsächlich in seinem Schaukelstuhl hin und her, das Schnattern der Entenfamilie war eindeutig zu hören, und Polly Osterkuh schwang ganz deutlich den in Farbe getauchten Schwanz, um damit Eier zu bemalen. Der Technik sei Dank.

In allen drei Gruppen gab es nach Buch Nummer zwei nicht nur Applaus, sondern den Ruf nach noch einer Geschichte. Das Bilderbuchkino muss also bald wieder zum Einsatz kommen…